Palfinger, ein weltweit tätiger Hersteller von Kran- und Hebelösungen, hat gemeinsam mit Mankiewicz und WIWA seine Lackiererei in Córdoba, Argentinien, modernisiert. Angesichts der Herausforderung, globale Prozessstandards mit lokalen Anforderungen in Einklang zu bringen, suchte Palfinger nach einer Beschichtungslösung, die hohe Qualität, Prozesssicherheit und Nachhaltigkeit gewährleistet und sich gleichzeitig an die regionalen Gegebenheiten anpasst. Erfahren Sie in dieser Fallstudie, wie Mankiewicz Palfinger mit einem innovativen Ein-Schicht-Beschichtungssystem unterstützt hat, um den Energieverbrauch zu senken, VOC-Emissionen zu minimieren, die Prozesseffizienz zu verbessern und einen zuverlässigen Korrosionsschutz zu gewährleisten - und so einen nachhaltigeren und standardisierten Beschichtungsprozess für die weltweite Produktion zu schaffen.
Mankiewicz liefert Beschichtungslösungen für Palfinger
Als weltweit tätiges Unternehmen hat Palfinger ein internationales Fertigungsnetz und ist einerseits bemüht, standardisiert und gleichartig zu produzieren, andererseits gilt es, auf lokale Gegebenheiten Rücksicht zu nehmen. Vorwiegend geht es darum, standardisierte Produkte einzusetzen und damit gleiche Voraussetzungen in den Prozessen der Werke zu schaffen. Mit lokalen Anpassungen sind beispielsweise Materialfreigaben in gewissen Märkten notwendig. Viele Komponenten sind nicht weltweit verfügbar, sodass eine einzige Lösung oft schwer erscheint - bei gleichzeitig lokaler Verfügbarkeit und technischer Servicebetreuung.
Trotz der erwünschten Standardisierung ist jede Anlage für sich individuell, weil unterschiedliche Produkte und Anforderungen in den Ländern gefordert sind. Das gilt auch für die Modernisierung der Lackiererei des Werkes in Córdoba, Argentinien. Dort produziert das Unternehmen Krane und Plattformen für den südamerikanischen Markt.
Umgesetzt wurde die neue Lackiererei ohne Generalunternehmer, wie Dr. Angelika Zeilinger, Senior Oberflächentechnik bei Palfinger, berichtet: „Wir sind ein kleines schlagkräftiges Team von drei Personen hier in Österreich, die sich um die weltweite Implementierung von Lackieranlagen kümmern“, und ergänzt: „Wir kennen unsere Lackieranlagen und Bedürfnisse sehr genau und planen daher alles selbst.“
Allein umgesetzt wird das Projekt dennoch nicht. In Argentinien waren etwa der Lackhersteller Mankiewicz und der Applikationstechnikhersteller WIWA Wilhelm Wagner GmbH mit an Bord.
Langjährige Partnerschaft
WIWA ist in Europa schon lange Systemlieferant für Palfinger und hat nun auch für Córdoba die Applikationstechnik geliefert. Mankiewicz kannte das Maschinenbauunternehmen aus früheren Projekten hinsichtlich Spezialbeschichtungen. Inzwischen sind die Lacksysteme des globalen Lackherstellers seit vielen Jahren weltweit bei verschiedenen Palfinger-Standorten im Einsatz. Interessant als Lieferant für die neue Serienlackierung in Argentinien wurde Mankiewicz vor allem, da sie ein Einschichtsystem anbieten. Palfinger setzt in mehreren Ländern auf Einschichtsysteme, da diese energiesparend und gleichzeitig extrem robust als auch flexibel verarbeitet werden können. Zwar wird noch ein Ofen eingesetzt, dieser läuft jedoch bei lediglich 60 °C und die Bauteile müssen dort eine Stunde verweilen. Zudem müssen die Komponenten dank des Einschichtlackes nur einmal durch den Ofen wandern. Das ist der Energiethematik und den teils massiven Bauteilen im Kran- und Hebelösungsbau geschuldet, um einen wirtschaftlichen Prozess zu gewährleisten.
Palfinger setzt auf einen möglichst einfachen Lackierprozess. Auch in Argentinien entfällt die chemische Vorbehandlung. „Eine schlechte chemische Vorbehandlung ist schlimmer als keine chemische Vorbehandlung“, erklärt Zeilinger. Alle Bauteile werden vorab gestrahlt, wobei dabei das Strahlmittelreinigungsadditiv von Pantatec zum Einsatz kommt, welches der Entfettung und Reinigung des Substrats dient. Dahinter steht auch der Gedanke, möglichst wenig Abwasser zu produzieren und so neben ökonomischen auch ökologische Aspekte im Fokus zu haben. Die Einschichtlackierung bildet dabei einem Teilbereich der Produktpalette, die ein Systemanbieter für die Produktion von Palfinger bereitstellen muss: Je nach Anforderungsprofil sind auch mehrschichtige Aufbauten im Einsatz – dazu zählen KTL, Pulver und Nasslack. „Die KTL bietet einfach zu große Vorteile beim Thema Unterwanderung“, erklärt Zeilinger. Das muss vom Kunden jedoch bezahlt werden.
Hochwertige Einschichtbeschichtungen
Die Qualitätsansprüche sind außerhalb Europas genauso hoch und auch ohne Tauchlackierung gelten strenge Standards. So etwa beim Thema Korrosionsschutz, der beispielsweise grundsätzlich auf eigenem Material in Salzsprühtests kontrolliert wird. Das war auch der Grund, warum man in Argentinien mit Mankiewicz zusammenarbeitet. Neben der Einsparung von Lackmaterial und Energie bietet der Lackhersteller ein System an, das auch hohen mechanischen Belastungen standhalten muss. Dahinter steht eine lange Erfahrung. „Schon seit über zwanzig Jahren bieten wir Einschichtsysteme für Baumaschinen an und entwickeln diese ständig weiter“, erklärt Laura Kahn, Key Account Managerin beiMankiewicz.

